Erste Ansätze des bedingungslosen Grundeinkommens gehen bis ins 15 Jahrhundert zurück. Sie basierten zumeist auf die Ausübung der moralischen Nächstenliebe.
Die erste Theorie zum Grundeinkommen wurde von Thomas Paine (1737-1809) ausgearbeitet. Den moralischen Anspruch seines Grundeinkommens leitete Paine aus dem gleichberechtigten Besitz an der Erde bzw. dem Verlust des Eigentums an Grund und Boden ab. Bezahlt werden sollte das Grundeinkommen folglich von den Großgrundbesitzern als eine Form der Bodenmiete.
In den 60er und 70er Jahren des 20.Jahrhunderts gab es erste Pilotprojekte in den USA und Kanda zur Umsetzung der negativen Einkommenssteuer - einer Form des Grundeinkommens bei der staatliche Transferleistungen das Existenzminimum absichern und mit steigendem Einkommen reduziert werden.
Diese Projekte zeigten, dass der befürchtete Rückgang des Arbeitsangebotes kaum stattfand. Dennoch waren sie landesweit gesellschaftspolitisch nicht umsetzbar.